Vasektomie

Sterilisation des Mannes

Sie haben Ihre Familienplanung abgeschlossen und es besteht mit Sicherheit kein Kinderwunsch mehr? Oder soll aus medizinischen Gründen eine Schwangerschaft Ihrer Partnerin unbedingt vermieden werden? Dann besteht die Möglichkeit einer Sterilisation (Vasektomie).

FAQ - Frequently Asked Questions (Häufig gestellte Fragen zu Vasektomie) 

Warum eine Sterilisation?

Verhütungsmethoden, wie z. B. Kondome, Antibabypille, Spiralen oder Temperaturmessungen, geben Ihnen und Ihrer Partnerin die Möglichkeit, die Lebens- und Familienplanung nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie können den Zeitpunkt, zu dem Sie ein Kind bekommen möchten, selbst bestimmen. Allerdings schützt keine der üblichen Methoden mit absoluter Sicherheit vor einer Schwangerschaft. Kondome können reißen und die Temperaturmessmethode ist sehr häufig ungenau und somit unzuverlässig.


Hormonelle Verhütungsmittel müssen sehr regelmäßig eingenommen werden, damit Sie wirksam sind. Darüber hinaus werden nicht alle hormonellen Verhütungsmittel gut von den Frauen vertragen. Hormonell wirkende Verhütungsmittel wie die Antibabypille greifen stark in den weiblichen Zyklus ein und können Beschwerden verursachen.
Eine Langzeitanwendung der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Körper, da die darin enthaltenen synthetischen Oestrogene und Gestagene die körpereigene Hormonproduktion stark beeinflussen, insbesondere das wichtige Progesteron wird durch Verhinderung des Eisprungs und damit Fehlen des Corpus Luteum (Gelbkörper) nicht ausgeschüttet.

Was ist zu beachten?

Vor einer Vasektomie sollten Sie sich vollkommen sicher sein, dass Ihre Familienplanung abgeschlossen ist und mit Sicherheit kein Kinderwunsch mehr besteht. Entgegen vieler Befürchtungen werden die Hormonproduktion und das sexuelle Empfinden des Mannes durch den Eingriff nicht beeinflusst.

Nochmals: Am sexuellen Empfinden und am Samenerguss ändert sich überhaupt nichts.

Dieser Eingriff ist eine Wunschleistung und wird von den Krankenkassen nicht erstattet.

Wie verläuft der Eingriff?

Die Vasektomie wird in unserer Praxis seit 28 Jahren ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei werden ca. 2-3 cm lange Teilstücke der Samenleiter auf beiden Seiten entfernt und die beide Enden so verschlossen, dass keine Spermien mehr in die Samenblase gelangen können.

Im Hoden werden nur die mikroskopisch kleinen Spermien gebildet. Diese werden wieder resorbiert. Die eigentliche Samenflüssigkeit wird von der Prostata gebildet und beim Samenerguss wird diese Flüssigkeit zusammen mit Samenzellen aus der Samenblase ausgeschieden.

Bitte beachten Sie: Nach dem Eingriff können noch mehrere Monate lang Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden sein. Deshalb ist eine zusätzliche Verhütung erforderlich, bis keine Spermien mehr nachgewiesen werden!

8 Wochen nach dem Eingriff  untersuchen wir in unserer Praxis die Samenflüssigkeit. In der Regel sind dann keine Spermien mehr nachweisbar und man muss dann nicht mehr verhüten.

Gibt es Nebenwirkungen?

Komplikationen sind äußerst selten, Schmerzen ein Bluterguss oder Wundheilungsstörungen können jedoch, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, auftreten. Nach dem Eingriff sollten Sie für mindestens einen Tag körperliche Ruhe einhalten. Sie können am nächsten Tag wieder duschen. Sexuelle Aktivitäten können nach ungefähr einer Woche bis zehn Tagen wieder ausgeübt werden.

Selbstverständlich beantworten wir Ihnen gerne alle diesbezüglichen Fragen.

Ist die Vasektomie sicher?

Die Erfolgsquote der Vasektomie liegt bei 99% und ist somit eine der sichersten Methoden zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft. Der sogenannte „Pearl Index“ (bezeichnet die Versagerquote einer Verhütungsmethode) beträgt bei der Vasektomie nur 0,1.

Kann die Vasektomie rückgängig gemacht werden?

Grundsätzlich ist es möglich, durch einen erneuten Eingriff, die Sameleiter wieder zusammenzunähen und dadurch die Zeugungsfähigkeit wiederzuerlangen. Eine Garantie gibt es dafür jedoch nicht. Ein solcher Eingriff kann nur in einer Fachklinik in mikroskopischer Technik durchgeführt werden.

Sollten Sie noch Fragen zu der Sterilisation haben, dann sprechen Sie mich bitte vertrauensvoll an. Der Ablauf des Eingriffs und die Anatomie wird Ihnen ausführlich in einem persönlichen Beratungsgespräch erklärt.