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Neues aus unserer Praxis

Hier  finden Sie auch Information zu Schilddrüsenfunktionsstörungen und Jodmangel
(siehe Menü rechts)

Neue Literatur Empfehlungen

Unter Gesundheitsthemen finden sich jetzt auch Öffnet internen Link im aktuellen FensterLiteratur Empfehlungen zum Thema Glutenunverträglichkeit / Zöliakie

Ein Wort als Hinweis an den Leser:

Die auf unserer Webseite dargelegten Informationen basieren auf der Weiterbildung und der professionellen Erfahrung des Autors. Sie dienen lediglich der Information und stellen keine medizinischen Ratschläge dar.


Die Therapie–Vorschläge, die gegeben werden, sollten nur angewendet werden, nachdem Sie mit Ihrem Arzt gesprochen haben. Gründliche Labor- und klinische Untersuchungen sollten zur Sicherheit einer Therapie immer vorausgehen.

Kleines 1 x 1 der Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenfunktionsstörungen und Schilddrüsenerkrankungen

 

Wir erleben eine Epidemie von Schilddrüsenfunktionsstörungen in Deutschland. Insbesondere Frauen leiden häufig an Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die entweder zu einer SD-Unterfunktion (Hashimoto Thyreoiditis) oder zu einer Überfunktion (Morbus Basedow) führt. Ursachen sind wahrscheinlich unter anderem der Jodmangel in unseren Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. Bsp. Gluten/Gliadin).


In unserer Praxis messen wir regelmäßig bei Verdacht auf Jodmangel den „Jodspiegel“ bei den Patienten.  Mehr als 90% haben einen deutlichen Jodmangel.


Für die Bildung der Schilddrüsenhormone sind unter anderem wichtig: Selen, Jod, und Vitamin B2 und B3, Glutathion, H2O2,  sowie verschiedene Enzyme (z. Bsp. Thyreoperoxidase).


Wir messen immer die Hormone freiesT3 (das aktive Hormon für den Stoffwechsel), freies T4 (das von der SD gebildet wird und dann zu T3 umgewandelt wird) sowie TSH (das SD- stimulierende Hormon von der Hirnanhangdrüse). Bei Verdacht messen wir auch die entsprechenden Antikörper.


Entscheidend für eine optimale SD Funktion ist ein hohes fT3 (im oberen Normbereich), ein fT4 im Normbereich und ein niedriges TSH (im untersten Normbereich). Entscheidend ist aber auch eine ausgeglichene Balance der Steroidhormone: Testosteron, Progesteron und Oestrogen, da diese  die Wirkung der SD Hormone stark beeinflusst.


Beste Therapieerfolge erreicht man mit der Gabe eines Kombinationspräparates, das T3 und T4 enthält, zusätzlich Jod/Jodid, Selen und B-Vitamine, möglichst 3 mal pro Woche eine Fischmahlzeit, sowie Verwendung von bestem Meersalz (Fleur de Sel, Maldon`s Sea Salt ) anstatt minderwertigem Kochsalz, das im Grunde nur gebleichtes Natriumchlorid ist, mit chemischen Zusatzstoffen versetzt, wie Trennmittel und etwas künstlich zugesetztem Kaliumjodat und häufig leider auch Fluor.


Unser Körper besteht aus ca. 3 Milliarden Zellen. Alle Zellen haben sogenannte Mitochondrien, die wie kleine Motoren durch Verbrennung von Glukose und Sauerstoff unsere „Energie“ und Körperwärme erzeugen und neben vielem Anderen unseren Stoffwechsel steuern. Schilddrüsenhormone müssen Sie sich als das „Gaspedal“ für diese Motoren denken, damit Sie deren Wirkung auf den Stoffwechsel verstehen.       

             

Zuviel SD-Hormon führt zu Erscheinungen der Überfunktion:

wie innere Unruhe, -  Schneller Pulsschlag, -  Gewichtsabnahme, -  Schwitzen, -  Feines Fingerzittern (Tremor), -  Heißhunger etc.  

Zuwenig SD-Hormon (wesentlich häufiger als Überfunktion) führt zu Zeichen der Unterfunktion mit folgenden Symptomen:

  • Niedrige Körpertemperatur,
  • Kälteempfindlichkeit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Kalte Hände und Füße,
  • Verstopfung,
  • Depressionen,
  • Schluckbeschwerden,
  • Trockene Haut,
  • Geschwollene Augenlider,
  • Haarausfall,
  • Infertilität,
  • Menstruationsstörungen,
  • Gedächtnisstörungen,
  • Gewichtszunahme,
  • Nervosität,
  • Antriebslosigkeit,
  • Körperliche Schwäche (Chronic Fatigue Syndrom),
  • Muskelschmerzen mit Anstieg der muskeltypischen Enzyme im Serum,
  • Rheumaähnliche Muskel- und Gelenkbeschwerden,
  • etc.

 

Jod gehört zur Gruppe der Halogene im chemischen Elemente-System.
Zu dieser Gruppe gehören auch Fluor, Brom und Chlor.  Alle diese Stoffe sind giftig für den Menschen und sollten möglichst vermieden werden.  Meiden Sie deshalb unbedingt Fluor (z. Bsp. in Zahnpasta  und vielen Medikamenten), Brom (z. Bsp. in Pestiziden, Plastikprodukten, Matrazen, Teppichboden, Haarfärbemittel, Desinfektionsmitteln aber auch in manchen Asthmasprays, in den USA auch im Brot!) sowie Chlor, das leider überall in Reinigungs- und Bleichmitteln Verwendung findet sowie in vielen giftigen chemischen Substanzen, die wir zu leichtfertig verwenden( z. Bsp. Perchlorat) ), denn diese Halogene konkurrieren mit dem Jod um die Bindung am Transporteiweiß, das Jod im Körper verfügbar macht.  Möglicherweise eine zusätzliche Ursache für den häufigen Mangel an Jod im Körper.

Kurze Bemerkung zu Jod:

Die Diskussion um zu viel -  oder zu wenig Jod wird sehr kontrovers geführt. Ich werde darauf in einem der nächsten Artikel zurückkommen.
Fakt ist, die von der WHO (Welt - Gesundheits - Organisation) ermittelte notwendige Menge der täglichen Jodaufnahme (RDA) ist mit  nur 150 mcg/Tag angegeben.


Japaner nehmen mit ihrer Nahrung ca. 13,8 mg Jod pro Tag auf, damit ca. 100 x so viel wie von der WHO empfohlen.


An welchen Erkrankungen leiden aber Japaner erstaunlicherweise wesentlich weniger als US Amerikaner oder wir Europäer:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Brustkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Gebärmutterkrebs
  • Zystische Veränderungen der Brustdrüsen bei Frauen
  • Und weniger Prostatakrebs

(Quelle: Iodine, why you need it, David Brownstein M.D., Michigan/USA)

Jochen Armbruster, 8/2010

Informationen zu Selen

Cefak KG  www.selen-info.de